Schenkelbruch: Der umfassende Ratgeber
Der Schenkelbruch liegt unterhalb des Leistenbandes am Oberschenkel. Er ist selten, hat aber das höchste Risiko für Einklemmung und Strangulation – deshalb wird eine rasche Operation empfohlen.
Was ist ein Schenkelbruch?
Fett oder Darm tritt durch den Schenkelkanal unterhalb des Leistenbandes neben der Oberschenkelvene. Die enge, starre Pforte begünstigt Einklemmungen. Abgrenzung zum Leistenbruch. Siehe Ratgeber.
Risikogruppen und Gefahr
Frauen, Ältere, Frauen nach mehreren Geburten. Kleiner Anteil der Leistenhernien, aber großer Anteil der Notfälle; häufig Erstdiagnose in der Notaufnahme mit Darmverschluss; Richter-Hernie möglich.
Internationale Leitlinien empfehlen, Schenkelbrüche praktisch immer und möglichst rasch zu operieren. Abwarten wird nicht empfohlen.
Symptome und Diagnose
Kleine Beule an der Innenseite des Oberschenkels unterhalb der Leistenfalte, oft nicht vollständig reponibel; oder erstmals starke Schmerzen, Erbrechen, Blähbauch. Ultraschall, bei Unklarheit CT; die Laparoskopie entdeckt bei Frauen oft okkulte Schenkelbrüche.
Behandlung
Geplant: TEP/TAPP bevorzugt oder offene Netzplastik. Notfall: Befreiung des Darms, ggf. Resektion. Frühe geplante OP ist viel sicherer. Siehe Komplikationen.
Häufige Fragen
Unterschied zwischen Schenkel- und Leistenbruch?
Darf man einen Schenkelbruch beobachten?
Wissenschaftliche Quellen
⚠ Diese Website dient der Gesundheitsaufklärung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei plötzlichen starken Schmerzen am Bruch, Erbrechen oder Verfärbung der Schwellung sofort die Notaufnahme aufsuchen.